
Die angekündigte Erhöhung der Flugsteuer Air Passenger Duty (APD) in Großbritannien hat zu starken Protesten in der dortigen Touristik geführt. Die britische Regierung will in diesem November die APD erhöhen, für November 2010 ist bereits die nächste Stufe geplant. Die neue Steuer ist so aufgebaut, dass sie mit der Länge der Flugstrecke ansteigt. Damit werden Langstreckenziele wie die Karibik oder auch Hawaii von London aus erheblich teurer. Für einige Ziele würden die Flugpreise um das Doppelte steigen, heißt es aus Großbritannien. Dies könnte auch Auswirkungen für den Flugverkehr auf dem europäischen Kontinent haben, denn Passagiere von der Insel könnten Umsteigeverbindungen, beispielsweise über Frankfurt oder Paris, wählen. Das World Travel and Tourism Council (WTTC) fordert daher, die Steuer zu streichen. WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten fürchtet weitere Einbrüche im Flugverkehr. Auch sei nicht zu erkennen, dass die Einnahmen als Umweltsteuer den entsprechenden Projekten zugeführt werden. Durch die erwartete Zunahme der Kurzstreckenflüge auf den Kontinent sei sogar eine Verstärkung der Emissionen möglich. Zuvor hatte bereits die Vereinigung der britischen Reisebüros ABTA protestiert, und auch Virgin Atlantic weist auf den E-Tickets auf die "ungerechte" Steuer hin .
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