
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat eine Prognose für den asiatisch-pazifischen Markt vorgestellt. Demnach will der Konzern in den nächsten zwei Dekaden rund 8.000 Flugzeuge in dieser Region absetzen. Damit würde Asien die USA und Europa als bislang wichtigste Märkte ablösen.
Die Fluggesellschaften aus Asien und dem pazifischen Raum werden nach Einschätzung von Airbus in den nächsten 20 Jahren 8.000 neue Verkehrsflugzeuge im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar kaufen. Die Region werde damit die USA und Europa als wichtigste Luftverkehrsmärkte der Welt ablösen, teilte Airbus am Mittwoch in Singapur und Toulouse mit.
Vor allem die Nachfrage nach supergroßen Flugzeugen werde aus Fernost befeuert. Airbus erwarte dort wegen der vielen Millionenstädte einen Markt für 880 Flugzeuge wie die A380. Dazu kommen 2.570 Großflugzeuge mit zwei Gängen und 4.560 Mittelstreckenmaschinen.
Der Passagierverkehr wird der Prognose zufolge in Asien/Pazifik jährlich um 5,9 Prozent wachsen. Der Frachtverkehr soll sogar noch schneller um jährlich 6,3 Prozent zunehmen. Weltweit liegen die Wachstumsraten um deutlich mehr als einen Prozentpunkt darunter.
Weil viele alte Verkehrsmaschinen zu Frachtern umgebaut werden, erwartet Airbus, dass die Frachterflotte in Asien/Pazifik sich bis 2028 auf 1.500 Flugzeuge verfünffachen wird. Davon würden nur 340 neu gebaut.
© dpa 2010, airliners.de 2010