Mittwoch, 17. Februar 2010

PILOTEN BEI DER LUFTHANSA : DIE ZEICHEN STEHEN AUF STREIK


Mit einem Notfallplan bereitet sich die Lufthansa auf einen der größten Streiks ihrer Geschichte vor. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass es zu Streiks kommt", sagte der Sprecher der Fluggesellschaft, Andreas Bartels, der "Rheinischen Post". Am Mittag will die Pilotenvereinigung Cockpit das Ergebnis einer Urabstimmung unter etwa 4500 Lufthansa-Angestellten bekannt geben.
Streiks schon in dieser Woche möglich
Wie die "Rheinische Post" weiter berichtet, sollen die Piloten mit überwältigender Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt haben. Mit dem Ende der Urabstimmung sind Ausstände theoretisch schon in dieser Woche möglich. Betroffen wären dann auch Lufthansa Cargo und Germanwings.
Sollte es zu einem Arbeitskampf kommen, rechnet Cockpit mit Aktionen "in der Größenordnung der Pilotenstreiks von 2001". Damals ließen die Lufthansa-Piloten mehrere Tage lang ihre Flugzeuge stehen und verursachten so ein Chaos auf fast sämtlichen deutschen Flughäfen.
Die Gewerkschaft fordert für die Piloten 6,4 Prozent mehr Geld. Sie ist aber zu einer Nullrunde bereit, wenn die Lufthansa die Arbeitsplätze garantiert und und ein Konzept vorlegt, damit billigere Töchter künftig nicht Strecken übernehmen, die bisher von Lufthansa selbst geflogen werden. Die Tarifverhandlungen waren Ende Dezember für gescheitert erklärt worden.
Die Lufthansa kämpft seit der Finanzkrise mit gesunkenen Passagierzahlen und einem Gewinnrückgang, weil immer mehr Geschäftsreisende die lukrativen First- und Business-Klassen meiden und Economy fliegen. Der Lufthansa-Vorstand hatte an die Piloten appelliert, das Unternehmen in der wirtschaftlich schwierigen Lage nicht mit einem Arbeitskampf zu belasten.

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